Welpmann KONKRET

Welpmann KONKRET

Welpmann KONKRET – Vol. 1

Zum Stand der Dinge in Brühl-West: Fakten und Nebelkerzen zum sog. Campus-Projekt

In meiner neuen Video-Reihe „Welpmann KONKRET“ geht es erneut um den geplanten, sogenannten „Heider Bergsse Campus“. Über dieses Thema wurde auch im Rahmen der Podiumsdiskussion mit allen Brühler Bürgermeisterkandidaten am 20.08.2020 in der Eule in Kierberg gesprochen. Dabei gab es sehr interessante, neue Erkenntnisse, die für die Wahlentscheidung der Brühler*innen sicherlich von Interesse sein werden:

Die FDP ist mit ihrem BM-Kandidaten Tirre eindeutig für das Projekt. Die Freifläche südlich der Hochschule des Bundes würde also bebaut, wenn es nach der FDP ginge.

Die CDU mit ihrem Kandidaten Köllejan erklärt zu diesem Projekt , es gebe noch „offene Fragen“ und möchte sich vor der Wahl am 13.09.20 nicht festlegen. Man weiß also nicht, wo die Brühler CDU steht.

Mein Kommentar dazu: Bei einem so bedeutenden, seit vielen Monaten geplanten und öffentlich breit diskutierten Projekt wie diesem können die Wähler*innen in Brühl und auch die örtliche Bürgerinitiative meines Erachtens sehr wohl erwarten, hierzu vom BM-Kanduidaten wie auch von den für den Rat kandidierenden Menschen vor der Kommunalwahl am 13.09.20 eine klare Aussage zu bekommen.

Die Brühler SPD hat zuletzt erkennen lassen, dem Projekt eher kritisch gegenüber zu stehen. Dies wäre aus meiner Sicht grundsätzlich erfreulich, wäre da nicht der amtierende SPD-Bürgermeister Freytag, der sich Anfang Mai 2020 öffentlich mit den Worten zitieren ließ, er sei „von dem Konzept überzeugt“, das Projekt wurde außerdem im Brühler Rathaus öffentlich vorgestellt. Im Podium am 20.08.20 erweckte der Bürgermeister nun den Eindruck, das Projekt sei „vom Tisch“: Es gebe ja das ministeriale Schreiben aus Berlin, in welchem erklärt werde, ein Zusammenhang zwischen der Bundeshochschule und dem Bauprojekt bestehe nicht.

Mein Kommentar hierzu: Die vom BM zitierte Erkenntnis ist keineswegs neu, das besagte Schreiben ist der Bürgerinitiative und allen mit der Materie befassten Personen bereits seit Monaten bekannt. Dies ändert aber
1.) nichts an der Tatsache, dass hier ein privater Bauherr in Bestlage ein privates Bauprojekt errichten möchte und
2.) auch nichts daran, dass die Hochschule tatsächlich – zumindest auf absehbare Zeit – einen zusätzlichen Bedarf vor allem an Seminarräumen und auch Wohnmöglichkeiten für die Studierenden hat. Somit ist der Hinweis auf dieses Schreiben nichts als eine Nebelkerze im Wahlkampf, um die entscheidende Frage nicht vor der Wahl beantworten zu müssen.

Diese Frage lautet: Sind die für das Amt des Bürgermeisters kandidierenden und auch die für den kommenden Stadtrat kandidierenden Personen, dafür, dass die Freifläche südlich der Hochschule des Bundes bebaut wird, oder sind sie das nicht. Dass die Bedarfe der Hochschule seriös geprüft und dann ggf. an anderer Stelle im Stadtgebiet gedeckt werden können bzw. sollen, ist von dieser Frage losgelöst zu betrachten.

Fazit: Wer die Bebauung dieser letzten nennenswerten Freifläche am Villehang im Brühler Westen verhindern will, muss am 13.09.20 zwangsläufig die GRÜNEN und den GRÜNEN Bürgermeisterkandidaten wählen.

Welpmann KONKRET, Vol. 1

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